Matthias Achleitner (*2002 in Wels, Oberösterreich) zählt zu den jungen Dirigenten seiner Generation und verbindet seine Tätigkeit im Konzert- und Musiktheaterbereich mit einer kontinuierlichen Ausbildung im Orchester- und Chordirigieren. Im Alter von sechs Jahren nahm er ersten Klavierunterricht; mit acht Jahren erlernte er zusätzlich Trompete. Früh entwickelte er ein besonderes Interesse an Dirigieren, Komposition und Orchesterarbeit. Seit 2018 studiert Achleitner privat bei Prof. Georg Mark, dem ehemaligen Leiter der Dirigierklasse der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. 2020 schloss er den Kapellmeisterkurs des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes bei Thomas Doss mit Auszeichnung ab.
Während seiner Schulzeit am Linzer Musikgymnasium leitete Achleitner zahlreiche Orchesterprojekte. Dazu gehörten zwei Erasmus+-Projekte in Zusammenarbeit mit dem Musikgymnasium Prag sowie Aufführungen von Beethovens 5. Symphonie und Dvořáks 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“. Sein kompositorisches Schaffen führte 2019 zur Uraufführung seiner Komposition Musikerleben im Brucknerhaus Linz mit der Polizeimusik Oberösterreich, die er selbst leitete.
Im Juli 2021 gründete Achleitner die OBERÖSTERREICH PHILHARMONIE, deren künstlerische Leitung er seither innehat. Mit dem Orchester entwickelte er eigene Konzertformate und etablierte insbesondere die Silvester- und Neujahrskonzerte im Palais Kaufmännischer Verein Linz. Zu den bisherigen Höhepunkten zählen das Debüt der OBERÖSTERREICH PHILHARMONIE im Großen Saal des Brucknerhauses Linz im November 2024 mit Saint-Saëns’ Orgelsymphonie sowie die Konzertserien Gruß aus Prag rund um Dvořáks 8. Symphonie (2025) und Macht des Schicksals mit Tschaikowskys 5. Symphonie (2026). Im Oktober 2025 leitete er zudem ein Galakonzert anlässlich des 200. Geburtstages von Johann Strauss Sohn.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt im Musiktheater. Am Stadttheater Bad Hall arbeitete Achleitner als musikalischer Assistent unter anderem an Die lustige Witwe (2022), Das Land des Lächelns (2023), Der fidele Bauer (2024), Im weißen Rössl (2025) und Giuditta (2026). Im Mozart-Zyklus übernahm er die musikalische Leitung von Die Zauberflöte (2023) und Così fan tutte (2024); weitere Produktionen umfassen den Internationalen Mozart-Gesangswettbewerb (2025), Le nozze di Figaro (2026) und Don Giovanni (2028). Bei sämtlichen Produktionen war er zudem als Korrepetitor tätig und arbeitete im Rahmen von Meisterkursen mit Künstlerpersönlichkeiten wie KS Juliane Banse, KS Michael Schade, KS Ildikò Raimondi, KS Angelika Kirchschlager, KS Bo Skovhus und KS Adrian Eröd.
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent ist Achleitner auch als Pianist solistisch tätig. Zu seinem Repertoire zählen unter anderem Gershwins Rhapsody in Blue, Beethovens 3. Klavierkonzert und Rachmaninows 2. Klavierkonzert. Seit 2025 wird er für Konzerte im Rahmen des Lehár-Festivals Bad Ischl gemeinsam mit dem Franz Lehár-Orchester und renommierten Solistinnen und Solisten engagiert. Im Oktober 2025 debütierte er im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit Mozarts Requiem.
Nach seinem Präsenzdienst bei der Gardemusik Wien setzt Achleitner seine Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort. Dort studiert er Chordirigieren bei Institutsleiter Alois Glaßner und Orchesterdirigieren bei Mark Stringer; die Abschlüsse sind für 2027 beziehungsweise 2028 vorgesehen.

